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FAQ

Wann und warum muss eine Warenverkehrsbescheinigung (WVB) erstellt werden? Wenn ein Schweizer Exporteur Ware mit EU-, EFTA- oder Türkei-Ursprung in diese Länder ausführt und der Warenwert der Sendung auf der Handelsrechnung über EUR 6000 beträgt, muss eine Warenverkehrsbescheinigung erstellt werden.

 

Verkäufe in einer anderen Währung müssen zum aktuellen Eurokurs umgerechnet werden. Wenn der Schweizer Exporteur ermächtigter Ausführer ist und von der Eidg. Oberzolldirektion eine Bewilligung zur Erstellung von Ursprungsnachweisen erhalten hat, muss keine Warenverkehrsbescheinigung erstellt werden. Als Ursprungsnachweis gilt dann eine Ursprungserklärung auf der Handelsrechnung.

 

Die Ware unserer ausländischen Lieferanten kommt immer wieder mal zu spät. Wie kann uns Glob-Sped helfen, damit wir die Produkte so schnell wie möglich importieren können?
Wir sind es gewohnt, unseren Kunden auch in schwierigen Situationen rasch, professionell und manchmal auch auf unübliche Art zu helfen. Als ausgebildete Speditionskaufleute und Zolldeklaranten können unsere Mitarbeiter meist in kürzester Zeit eine Lösung anbieten, mit der sich zeitliche Rückstände wieder aufholen lassen. Dabei sind auch unsere flachen Hierarchien und die kurzen Entscheidungswege der Firma Glob-Sped sehr hilfreich.

 

Unsere Produkte, die wir von der Schweiz aus exportieren, sind in allen EU-Ländern, ausser in Frankreich, von Handelshemmnissen befreit. Gibt es eine Möglichkeit, diese zu umgehen?
Wir können für alle Schweizer Exporte, die in Frankreich verkauft werden, bei unserem Verzollungsbüro in Deutschland (Weil am Rhein) eine EU-Verzollung durchführen und die Sendungen der französischen Kundschaft als innergemeinschaftliche Lieferung zustellen. Um eine EU-Verzollung durchführen zu können, muss der Schweizer Exporteur eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in Deutschland besitzen. Wenn diese nicht vorhanden ist, kann die Firma Glob-Sped über ihre Fiskalvertretung in Deutschland eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer zur Verfügung stellen.

 

Weitere Vorteile einer EU-Verzollung sind, dass der Käufer von der Einfuhrsteuer befreit ist (er bleibt aber im EG-Bestimmungsland erwerbssteuerpflichtig) und dass er sofort über die Ware verfügen kann. Der Schweizer Lieferant hat die gleichen Vorteile wie der EU-Lieferant.

 

Welche Papiere werden für den Export benötigt?
Speditionsauftrag, Ausfuhrdeklaration (E-Dec-Ausfuhrabmeldung oder Form. 11.030), Handelsrechnung mit Ursprungserklärung, evtl. EUR.1.

 

Ab welchem Warenwert muss ein EUR.1 erstellt werden?
Falls es sich beim Exporteur nicht um einen ermächtigten Ausführer mit Bewilligungsnummer handelt: CHF 10300 / EUR 6000 / GBP 4830 / USD 5400.

 

Wie lautet der Ursprungssatz bei EU-Ware?
"Der Ausführer (Ermächtigter Ausführer; Bewilligungs-Nr. …) der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht, erklärt, dass diese Waren, soweit nicht anders angegeben, präferenzbegünstigte „CE“ * Ursprungswaren sind." (* alternativ statt CE: "schweizerische", "norwegische" usw.).
Die Abkürzungen EG, EC oder EWG werden nicht akzeptiert.

 

Kann Glob-Sped die Ausfuhrpapiere (EUR.1 usw.) erstellen?
Ja, mit entsprechender Vollmacht des Ausführers.

 

Wie errechnet sich der aktuelle Treibstoffzuschlag in der Schweiz?
Gemäss Publikation auf der Astag-Website (www.astag.ch).

 

Wozu brauche ich eine EORI-Nummer?
Eine EORI-Nummer (oder allenfalls Atlas-Zollnummer) wird für die deutsche Einfuhr- oder

Ausfuhrabfertigung und die EU-Verzollung via Deutschland benötigt (nach den Bestimmungen der Zollkodex-Durchführungsverordnung). Diese Nummer benötigen:

  • der Anmelder
  • der Vertreter
  • der Empfänger bei der Einfuhr
  • der Versender / Ausführer bei der Ausfuhr

 

Nähere Angaben zu den EORI-Nummern finden Sie auf der Website der Deutschen Zollverwaltung (www.zoll.de).

 

Was ist ein Form A?
Das Form A findet seine Anwendung im Präferenzabkommen zwischen der Schweiz und Entwicklungs- und Schwellenländern. (z.B. China, Indien) Die Vorlage dieses Papiers ermöglicht die Einfuhr von Handelswaren zu ermässigten Zollsätzen bis hin zur Zollfreiheit.

 

Akzeptieren Sie Bezahlungen mit Kreditkarten?
Grundsätzlich nicht.

 
Was bedeutet ISF (Importer Security Filing)?
Bis anhin wurde seitens der Reedereien im USA-Verkehr ein sogenanntes AMS Filing gemacht, dh. es wurden vorab die Daten an die US-Zollbehörde (US Customs and Border Protection kurz CBP) gesendet. Nun ergänzt man diese Prozedur mit dem ISF. Hier muss nun der „Importer of Records“ der Behörde zehn zusätzliche Datenelemente übermitteln, bevor seine Sendung in einem ausländischen Hafen geladen wird. Zusätzlich übermittelt die Reederei ebenfalls noch zusätzliche Informationen zur Sendung an die CBP. Diese neue „Prozedur“ soll das pre-screening verbessern und es der Behörde einfacher machen Hochrisiko-Frachtsendungen zu identifizieren.

 

Was bedeutet ENS/ICS?
Die Europäische Gesetzgebung verlangt, dass alle Waren, welche in das Zollgebiet der EU verbracht werden mit einer Entry Summary Declaration (ENS) abgedeckt werden. Diese muss elektronisch beim ersten EU-Hafen der angelaufen wird, gemacht werden.
Alle Sendungen, die mit einem EU-Hafen in Berührung kommen, egal ob das Endziel in der EU ist oder nicht, müssen mindestens 24 Stunden vor Verladung auf das EU Schiff manifestiert werden (FROB). Der Zweck dieser neuen Verordnung ist es, dass die Zollbehörden die Möglichkeit haben für eine Ladung eine Risikobewertung durchführen zu können und vorbeugende Massnahmen gegen bestimmte Gefahren einleiten zu können.

 

Wieso muss ich eine Vollmacht (Power of Attorney) unterschreiben?
Wenn ein Zollagent eine Verzollung oder eine eidesstattliche Erklärung für den Importeur unterzeichnet, hat diese Unterschrift die gleiche rechtliche Wirkung, als ob der Importeur selbst das Dokument unterzeichnet hätte. Ein Importeur ermächtigt den Zollagenten für ihn zu unterzeichnen in dem er ihm eine Vollmacht sendet (Power of Attorney). Diese Vollmacht ist an den Zoll und die damit verbundenen Geschäfte beschränkt. Da diese Vollmacht grossen Einfluss hat, ist es wichtig, dass der Importeur sicherstellt, dass die Einfuhrabfuhrabfertigungen korrekt gemacht werden.

 

Kann eine Fremdfirma in die USA exportieren ohne einen Importeur vor Ort zu haben?
Ja, aber sie muss einen Agenten in dem Staat haben, in welchem die Sendung in die USA eingeführt wird, welcher as „Resident Agent“ dient. Zum Beispiel kann ein Zollagent, welcher in einem Customs and Border Protections Power of Attorney genannt wird Einfuhr-abfertigungen im Namen des Exporteurs oder dessen Repräsentant durchführen.
Praktisches Beispiel: Ein Verkäufer im Ausland hat mehrere Händler / Kunden in den USA. Wir können eine konsolidierte Sendung in die USA senden und diese als eine Sendung auf den Absender verzollen. Anschliessend können wir die Sendung aufteilen und an die verschiedenen Kunden liefern.
Vorteile: Tiefere Kosten, Zeitersparnis, bequemer Service an Endkunden